Zahnmedizin, MKG-Chirurgie, Kieferchirurgie, Oralchirurgie, Implantologie, HNO-Heilkunde, Orthopädie,

Fachliches

3D Röntgen – über die Möglichkeiten der digitalen Volumentomographie (DVT) in der zahnärztlichen Chirurgie, MKG-Chirurgie sowie HNO-Heilkunde und Orthopädie.

Beim herkömmlichen 2D Röntgenverfahren wird der abzubildende Bereich von einer Röntgenquelle durchleuchtet und auf einem Röntgenfilm oder Sensor abgebildet. Das Röntgenbild ist also die Projektion des Volumens auf eine Fläche.

Digitale Volumentomographen (auch dentale Volumentomographen genannt, kurz: DVT) erzeugen – ähnlich einem Computertomographen (CT) – dreidimensionale Röntgenbilder. Im Gegensatz zu einer CT-Aufnahme, bei der spiralförmig dünne axiale Schichten erzeugt werden, rotiert bei der DVT-Aufnahme ein kegelförmiger Röntgenstrahl um den zu befundenden Bereich. Im englischsprachigen Raum ist die DVT Aufnahme daher auch als Cone-Beam CT oder CBCT bekannt (Kegel-Schnitt CT).

Schema_DVT-CT_DVT-Kurs_2013

Innerhalb weniger Sekunden werden eine Vielzahl an zweidimensionalen Einzelaufnahmen generiert. Diese Einzelaufnahmen werden mittels hochentwickelter Rekonstruktionsalgorhythmen zu einem detailgetreuen dreidimensionalen Datensatz (Volumendatensatz) zusammengefügt.

Dem Mediziner ermöglicht dieser 3D-Volumendatensatz eine genaue Analyse der – individuell beschaffenen – Behandlungsregion, gibt detailliert Information über vorhandenes Knochenmaterial, den Verlauf von Nerven, die genaue Position verlagerter Zähne, die Beschaffenheit von Nasennebenhöhlen sowie die Position von Hammer, Amboß, Steigbügel und vielem mehr. Der einmal erstellte Datensatz ermöglicht die genaue Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln, sowie die Rekonstruktion von weiteren 2D- und 3D-Ansichten.

Diese genauen Kenntnisse der anatomischen Gegebenheiten vermindern das Risiko von Fehlinterpretation und erhöhen die Planungs- und Behandlungssicherheit für Patient und Mediziner deutlich. Digitale Volumentomographen sind vielfach Grundlage für die diagnostische und planerische Arbeit in der zahnärztlichen Chirurgie (insbesondere der Implantologie), der MKG-Chirurgie sowie der HNO-Heilkunde. Die speziell für den Schädelbereich entwickelten Systeme kommen durch aktuelle Designentwicklungen auch zunehmend im Bereich der Orthopädie zum Einsatz. So ist es seit Ende 2011 möglich auch Extremitäten wie Knie und Ellenbogen mittels eines DVT zu durchleuchten.

Einige DVT Geräte sind heute in der Lage die gewonnenen Daten im DICOM Format zu exportieren, wodurch die verlustfreie Weitergabe z.B. innerhalb von Kliniken oder zwischen Überweiser und Überweisendem gewährleistet wird.

Für die Erstellung einer DVT Aufnahme, zum Betrieb eines digitalen Volumentomographen, sowie zur Befundung von DVT-Aufnahmen ist die  entsprechende Sach- und Fachkunde des jeweiligen Anwendungsbereiches Pflicht.

Allgemeine Vorteile der digitalen Volumentomographie:

–   umfangreiche 3D Darstellung

–   geringe Strahlenbelastung

–   freie Befundung und Planung aus allen Perspektiven

–   detailgetreue, hochaufgelöste Abbildungen

–   präzise Diagnostik

–   sichere Planung

–  genaue Kontrolle

–   minimale Aufnahmezeiten

–   keine Überweisung zum Radiologen zwecks CT

–   höchste Rechtssicherheit für Behandler

DVT in der zahnärztlichen Chirurgie

Digitale Volumentomographie in der Zahnmedizin

Mit Hilfe einer DVT-Aufnahme können z.B. Indikationen zur Beurteilung des Paradontalspaltes und der Einstufung der Erhaltungswürdigkeit von Zähnen hinsichtlich ihrer prothetischen Wertigkeit erstellt werden. Im Bereich der Implantologie werden DVT-Aufnahmen unter anderem dazu genutzt, das Knochenangebot an der geplanten Implantationsstelle einzustufen. Durch DVT-Aufnahmen ist in der Implantologie eine genaue präoperative Planung möglich, wodurch Eingriffe minimalinvasiv durchführbar werden. Dies führt zu einer Senkung des Komplikationsrisikos und damit verbunden zu geringeren postoperativen Beschwerden.

Speziell werden die klinisch bedeutsamen Indikationen im Zusammenhang mit Weisheitszahnentfernung und apikalen Pathologien vertieft und sowohl die klinische Datenlage als auch die rechtliche Situation eingehend erläutert. Alle Indikationen werden durch Bildmaterial unterlegt. Besonders, wenn durch eine konventionelle Röntgenaufnahme die räumliche Lagebeziehung zwischen Mandibularkanal und Weisheitszahn nicht ausreichend sicher interpretiert werden kann, oder als kritisch einzuschätzen ist, kommt ein DVT zum Einsatz.

Andere Indikationen können die Abklärung einer eventuellen Kieferhöhlenpathologie im Vorfeld einer geplanten Sinusbodenelevation, wenn sich klinische Anhaltspunkte für das Vorliegen einer derartigen Pathologie ergeben.

DVT in der MKG-Chirurgie

Digitale Volumentomographie in MKG-Chirurgie, zahnärztlicher Chirurgie, Implantologie

DVT-Aufnahmen geben relevante Strukturen, wie Mandibularkanäle detailliert wieder und ermöglichen so eine präoperative Diagnostik für die Planung MKG-chirurgischer Eingriffe. Auch bei der Entfernung von Zysten und der Diagnostik von Entzündungen kommen DVT-Aufnahmen zum Einsatz. DVT-Aufnahmen bilden die Grundlage einer sicheren minimalinvasiven Entfernung retinierter Zähne.

DVT in der HNO-Heilkunde

digitale Volumentomographie in HNO-Heilkunde

Im Bereich der HNO-Heilkunde dient die digitale Volumentomographie unter anderem der Erkennung von Schädelbasiserkrankungen, der Atemwegsdiagnostik und der Traumatologie des Gesichts. Auch die Kontrastdarstellung von Tränenkanälen und Speicheldrüsen ist Anwendungsgebiet der digitalen Volumentomographie. DVT-Aufnahmen können CTs von Felsenbein, Mittel-Innenohr und Nasennebenhöhlen ersetzen. Die Möglichkeiten der digitalen Volumentomographie erstrecken sich bis in die 3D-Volumenmessung und werden darüber hinaus bei ontogener Sinusitis eingesetzt.

DVT in der Orthopädie

DVT 3D Diagnostik in Orthopädie

Den Schwerpunkt für den Einsatz der digitalen Volumentomographie in der Orthopädie bildet die Traumatologie. Die DVT ermöglicht eine sehr schnelle und hochwertige Diagnostik

• der Fragestellung einer sicher nachweisbaren Frakturlinie bis hin zur Fragmentposition.

• der präoperative Einsatz bei Frakturen wie auch die Verlaufskontrolle (bei liegendem Gips / Belastungsaufnahme im Gehgips) sind weitere Anwendungsfelder.

Das betrifft ebenso den Einsatz zur Abklärung von Stressfrakturen, Überlastungssyndromen, Gelenkverletzungen oder Gelenkfehlstellungen im Bereich des Leistungssportes, aber auch des Freizeitsportes. Bei der Planung von Korrekturosteotomien sind Darstellungen unter Belastung der entsprechenden Knochenstrukturen und Gelenke für die untere Extremität möglich. Die hochauflösende 3D-Darstellung ist für die Handchirurgie im degenerativen Bereich von Bedeutung. Weitere diagnostische Felder sind die Darstellung von arthritischen, ossären Veränderungen (Primärläsionen) im Bereich der Hände und Füße.

DVT Kurse und Seminartermine in Kürze:

Krefeld/NRW

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